17 April 2026, 16:36

FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab und fordert grüne Freifläche

Eine Gruppe von Menschen, die auf Pferden vor einem Gebäude reitet, mit Bäumen und Wolken im Hintergrund und dem Text "Doncaster Races, Race for the Great Stakes, 1839" unten.

FDP Bremen lehnt Bebauung der Galopprennbahn ab und fordert grüne Freifläche

Die Bremer FDP hat die Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn in der Stadt scharf kritisiert. Parteivertreter argumentieren, dass die Vorschläge des Senats dem Willen der Bevölkerung widersprächen, wie er in einem Referendum 2019 zum Ausdruck gekommen sei. Statt Wohnraum entstehe dort besser eine grüne Freifläche für die Anwohner.

Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, wies auf den Widerspruch in der Vorgehensweise des Senats hin. Das Referendum von 2019 habe eine Wohnbebauung auf dem Rennbahngelände ausdrücklich abgelehnt, so Humpich. Die Stadt solle diese Entscheidung respektieren, anstatt die Bebauung voranzutreiben.

Die FDP hinterfragte zudem die Logik, den aktuellen Verwilderungszustand des Geländes als Begründung für eine Bebauung heranzuziehen. Humpich bezeichnete diese Argumentation als schwach und nicht zielführend für die tatsächlichen Bedürfnisse des Stadtteils. Stattdessen schlägt die Partei ein alternatives Konzept vor: die Umwandlung der 30 Hektar großen Fläche in ein Erholungs-, Sport- und Kulturzentrum.

Um diese Vision umzusetzen, betont die FDP die Notwendigkeit eines professionellen Managements, einer verbesserten Infrastruktur und von Kooperationen mit privaten Unternehmen. Das Gelände biete eine große Chance für Bremen-Ost – nicht als weitere Betonbebauung, sondern als lebendigen, grünen Begegnungsort für die Nachbarschaft.

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Im Kern richtet sich der Widerstand der FDP gegen zwei Punkte: die Missachtung des Referendumsergebnisses und die Priorisierung von Bebauung gegenüber Grünflächen. Die Partei fordert, den Fokus stattdessen auf Klimafolgenanpassung und die Schaffung eines attraktiven öffentlichen Raums zu legen. Ohne Kurskorrektur bei den aktuellen Plänen, warnt die FDP, gehe das Potenzial des Geländes als wertvolle Gemeinschaftsfläche verloren.

Quelle