04 May 2026, 06:16

Dobrindt pocht auf Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz EU-Reformpläne

Detailierte Schwarz-Weiß-Karte von Deutschland, die Straßen und Autobahnen zeigt, mit Textannotationen.

Dobrindt pocht auf Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz EU-Reformpläne

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Unterstützung für Grenzkontrollen und Abschiebungen bekräftigt. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung umfassendere Reformen des europäischen Migrationssystems vorantreibt. Dobrindt kritisierte zudem aktuelle politische Debatten und forderte, sich stärker auf inhaltliche Lösungen als auf Rhetorik zu konzentrieren.

Dobrindt verteidigte die deutsche Abschiebepraxis und argumentierte, dass Straftäter abgeschoben werden müssten, um Gefahren abzuwenden. Er verwies darauf, dass die Behörden in den vergangenen Monaten rund 8.000 Haftbefehle an der Grenze vollstreckt hätten.

Der Minister ging auch auf die Kritik der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas ein und warnte davor, sachpolitische Diskussionen in Wortgefechte abgleiten zu lassen. Stattdessen rief er nach den Debatten zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Parteien auf.

Trotz des langfristigen Ziels der Bundesregierung, Grenzkontrollen durch EU-Migrationsreformen schrittweise abzubauen, bleibt Dobrindt bei seiner Forderung, sie vorerst beizubehalten. Zudem sollen Abschiebungen nach Afghanistan fortgesetzt werden – dies erfordert jedoch direkte Gespräche mit den Taliban-Vertretern.

Unterdessen stehen Arbeitsmarktreformen auf der Agenda des nächsten Koalitionsausschusses.

Dobrindts Haltung rückt Grenzsicherheit und Abschiebungen weiterhin in den Mittelpunkt der deutschen Migrationspolitik. Die Regierung wird die Verhandlungen über Afghanistan-Abschiebungen und Arbeitsmarktreformen vorantreiben, während EU-weite Migrationsänderungen ein separates langfristiges Vorhaben bleiben.

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