30 April 2026, 20:18

Deutsches Wirtschaftswachstum 2026: 0,3 Prozent Plus trotz anhaltender Materialengpässe

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland"

Deutsches Wirtschaftswachstum 2026: 0,3 Prozent Plus trotz anhaltender Materialengpässe

Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 ein moderates Wachstum: Im ersten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent. Treibende Kräfte waren sowohl höhere private und öffentliche Ausgaben als auch ein Anstieg der Exporte. Dennoch kämpfen einige Branchen weiterhin mit Materialengpässen.

Preisbereinigt wuchs die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent. Dieser Aufschwung ging mit einer gestärkten Binnennachfrage und höheren Exporten einher.

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Doch die Versorgungsprobleme halten in bestimmten Sektoren an. Im April 2026 gaben 13,8 Prozent der Industrieunternehmen an, Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten zu haben. Besonders betroffen war die chemische Industrie: Hier kämpften 31,1 Prozent der Hersteller mit Lieferengpässen. Auch die Gummi- und Kunststoffbranche verzeichnete Probleme – 22,9 Prozent der Unternehmen waren betroffen.

Ähnliche Herausforderungen gab es im Maschinenbau sowie bei Herstellern von Elektroausrüstungen: 14,8 Prozent bzw. 17,2 Prozent der Betriebe meldeten Engpässe. Diese Zahlen stellen eine deutliche Zunahme gegenüber Januar 2026 dar, als nur 5,8 Prozent der Unternehmen von solchen Problemen berichteten.

Die aktuellen Daten zeichnen ein gemischtes Bild der deutschen Wirtschaft: Zwar haben sich Wachstum und Konsum erholt, doch Materialknappheit belastet weiterhin zentrale Industriebereiche. Der Anstieg der Zahlen zwischen Januar und April deutet darauf hin, dass sich die Lieferkettenprobleme in einigen Sektoren sogar verschärfen könnten.

Quelle