Deutsche Frauen-Teams kämpfen als Außenseiterinnen um das Champions-League-Halbfinale
Leon SchmidtDeutsche Frauen-Teams kämpfen als Außenseiterinnen um das Champions-League-Halbfinale
Die Viertelfinals der Champions League starten diese Woche mit zwei deutschen Teams im Rennen. Am Dienstag trifft der FC Bayern München auf den FC Barcelona, während der VfL Wolfsburg am folgenden Tag gegen Paris Saint-Germain antritt. Beide Mannschaften gehen als Außenseiterinnen in die Duelle gegen die stärker eingeschätzten europäischen Gegner.
Bayerns Trainer, der Spanier José Barcala, kennt die Brisanz von Spielen gegen Barcelona aus eigener Erfahrung. Er erinnerte an die intensiven Begegnungen zwischen Deportivo La Coruña und dem FC Barcelona in den 1990er-Jahren. Unterdessen betonte die Sportdirektorin des Clubs, Bianca Rech, dass in diesem Wettbewerb oft kleine Details über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Ralf Kellermann, Sportdirektor des VfL Wolfsburg, zeigt sich skeptisch, was die Chancen deutscher Teams in Europa angeht. Seine Bedenken kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland in der UEFA-Fünfjahreswertung im Frauenfußball auf Platz vier abrutscht. Nationaltrainer Christian Wück hingegen bewundert Barcelonas schnelles Ein-Touch-Passspiel – ein Stil, den Bayern werden bremsen müssen.
Die finanzielle Kluft im europäischen Fußball bleibt eklatant: Die UEFA schüttet in der Frauen-Champions-League rund 38 Millionen Euro an Prämien aus – im Vergleich zu 2,5 Milliarden Euro bei den Männern. Ob sich diese Diskrepanz seit Einführung der erweiterten Gruppenphase mit 18 Teams verändert hat, ist nicht bekannt.
Weder Bayern noch Wolfsburg gelten in dieser Saison als Favoritinnen für das Finale. Die Viertelfinals werden zeigen, wie gut sie sich gegen Europas Top-Mannschaften behaupten können. Abseits des Platzes prägt die ungleiche Finanzierung zwischen Männer- und Frauenfußball weiterhin die Entwicklung des Sports.






