05 April 2026, 10:17

Cyber-Risiken in Zahlen: Wie Unternehmen IT-Bedrohungen endlich messbar machen

Kreuzworträtsel mit den Wörtern "Verlust", "Risiko" und "Risiko" auf einem Zeitungsartikel mit Text und Zahlen.

Cyber-Risiken in Zahlen: Wie Unternehmen IT-Bedrohungen endlich messbar machen

Cyberbedrohungen sind längst kein reines IT-Problem mehr – sie gefährden heute direkt Geschäftsmodelle, Finanzen und den Ruf von Unternehmen. Doch viele Führungskräfte tun sich schwer, diese Risiken zu verstehen, weil Fachjargon, unklare Eintrittswahrscheinlichkeiten und vage Schadensbewertungen die Einschätzung erschweren. Ein neuer Ansatz, die Cyber-Risikoquantifizierung (CRQ), ändert das: Er übersetzt komplexe IT-Risiken in klare finanzielle Kennzahlen.

Das Münchner Start-up Squalify hat diese Methode nun zugänglicher gemacht, indem es das erprobte Cyber-Risikorahmenwerk der Munich Re nutzt, um unternehmensspezifische Risiken präzise zu bewerten. Traditionelle Risikoanalysen stützen sich oft auf grobe Kategorien und Annahmen – und lassen Entscheidungsträger im Unklaren über die richtigen Cyber-Maßnahmen. CRQ setzt hier an und stellt zwei zentrale Fragen: Wo würde ein Cyberangriff die größten finanziellen Schäden verursachen? Und: Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario angesichts der aktuellen Sicherheitsvorkehrungen? Damit wird Cybersicherheit vom technischen Thema zur strategischen Priorität für die Unternehmensführung.

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Besonders wertvoll ist der Ansatz bei großen Veränderungen wie der Cloud-Migration oder digitalen Transformation, da er Schwachstellen aufdeckt. Indem CRQ Risiken in monetären Werten darstellt, hilft es Unternehmen zu entscheiden, ob sie Risiken über Versicherungen abdecken oder die Abwehrkräfte stärken sollten. Selbst die Risikoverlagerung bei der Erschließung neuer Märkte lässt sich so vorhersehen.

Anders als abstrakte Risikomodelle liefert CRQ datengestützte Antworten. Diese Transparenz gewinnt vor allem im deutschsprachigen Raum an Bedeutung, wo Cyberrisiken zunehmend in Unternehmensberichten thematisiert werden. Allerdings bleibt unklar, wie viele Firmen die Methode bereits einsetzen und welche Branchen Vorreiter sind – aktuelle Daten geben dazu keine Auskunft.

CRQ macht Cybersicherheit zu einem messbaren unternehmerischen Faktor und ermöglicht Führungskräften fundierte Entscheidungen über Risikomanagement und Investitionen. Indem IT-Bedrohungen mit finanziellen Konsequenzen verknüpft werden, schafft der Ansatz Klarheit bei kritischen Weichenstellungen. Angesichts des wachsenden Drucks, digitale Vermögenswerte und langfristige Stabilität zu schützen, gewinnt die Methode zunehmend an Fahrt.

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