Bundespolizei stoppt rechtsextremen Aktivisten vor Remigration-Gipfel in Portugal
Emma HerrmannBundespolizei stoppt rechtsextremen Aktivisten vor Remigration-Gipfel in Portugal
Die deutsche Bundespolizei hat einen rechtsextremen Aktivisten an der Ausreise zu einer internationalen Konferenz in Portugal gehindert. Maximilian Märkl, eine führende Persönlichkeit der Identitären Bewegung Deutschland (IBD), durfte am Flughafen München nicht an Bord seines Fluges gehen. Die Maßnahme ist Teil eines vorläufigen Ausreiseverbots, das im Zusammenhang mit seinem Engagement für Remigrationsbestrebungen steht.
Märkl, der als Sprecher der IBD fungiert, wollte zum Remigration-Gipfel 2026 nach Porto, Portugal, reisen. Die für den 30. Mai 2026 geplante Veranstaltung steht wegen ihrer Verbindungen zur umstrittenen Verschwörungstheorie vom „Großen Austausch“ in der Kritik. Die Behörden griffen noch vor seiner Abreise ein und verhängten ein Verbot, das bis Mitternacht des Gipfeltages gilt.
Das Bundespolizeipräsidium ordnete die Maßnahme ohne richterliche Anordnung an. Beamte begründeten die Entscheidung damit, dass Märkls Teilnahme dem internationalen Ansehen Deutschlands schaden könnte. Die Polizei hatte zuvor die Propaganda für Remigration – ein Begriff, der die zwangsweise Abschiebung von Migranten beschreibt – als „problematisch“ eingestuft.
Als Reaktion darauf reichte der AfD-Politiker Franz Schmid eine offizielle Kleine Anfrage im Parlament ein. Er forderte Aufklärung über die rechtlichen Grundlagen des Verbots und dessen Auswirkungen auf die Freizügigkeit.
Das vorübergehende Reiseverbot hindert Märkl für die nächsten zwölf Monate an der Teilnahme am Gipfel. Deutsche Behörden betonen, dass das Verbot darauf abzielt, Aktivitäten einzudämmen, die sie mit extremistischen Ideologien in Verbindung bringen. Der Fall hat bereits eine politische Debatte über das Verhältnis zwischen Sicherheitsmaßnahmen und individuellen Freiheitsrechten ausgelöst.






