Bundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser mit vier versteckten Migranten an der Grenze
Johanna SchwarzBundespolizei stoppt mutmaßliche Schleuser mit vier versteckten Migranten an der Grenze
Die Bundespolizei hat zwei italienische Männer am Grenzübergang Mittenwald–Scharnitz unter dem Verdacht des Menschenschmuggels festgenommen. Bei dem Vorfall wurden vier undokumentierte Passagiere – zwei kolumbianische Frauen und zwei peruanische Männer – in ihrem Fahrzeug versteckt entdeckt. Gegen die Fahrer wurden Strafverfahren eingeleitet, während die Migranten registriert und weiterverarbeitet werden.
Die Festnahme erfolgte, nachdem Beamte die italienischen Fahrer an der deutsch-österreichischen Grenze kontrolliert hatten. Im Inneren ihres Autos entdeckten die Polizisten zwei kolumbianische Frauen ohne gültige Einreisedokumente. Beide wurden wegen versuchten illegalen Grenzübertritts nach Deutschland angezeigt.
Zudem befanden sich zwei peruanische Männer im Fahrzeug, von denen keiner über die erforderlichen Reisepapiere verfügte. Einer von ihnen wurde umgehend nach Österreich zurückgeschickt, der andere wurde an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur weiteren Prüfung überwiesen. Die italienischen Fahrer durften zwar ihre Fahrt fortsetzen, müssen sich jedoch nun wegen des Verdachts auf Schleusung strafrechtlich verantworten.
In den vergangenen zwölf Monaten gab es keine Hinweise auf größere Schleusernetzwerke unter Beteiligung italienischer Staatsbürger in Deutschland oder Österreich. Recherchen von März 2025 bis März 2026 ergaben keine zusammenhängenden Fälle oder Verdächtige in ähnlichen Vorfällen.
Die beiden italienischen Männer bleiben wegen ihrer mutmaßlichen Rolle bei dem Schmuggelversuch unter Ermittlung. Die vier undokumentierten Passagiere wurden gemäß den Einwanderungsbestimmungen behandelt, wobei einer der peruanischen Männer nach Österreich zurückgeführt wurde. Die Behörden beobachten den Fall weiterhin auf mögliche weitere Entwicklungen.






