BSW fordert TV-Duelle mit der AfD vor den ostdeutschen Landtagswahlen
Johanna SchwarzBSW fordert TV-Duelle mit der AfD vor den ostdeutschen Landtagswahlen
Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) hat vor den anstehenden Landtagswahlen öffentliche Debatten mit der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) gefordert. Gleichzeitig verlangte die Partei, die politische Brandmauer gegen die AfD in Ostdeutschland zu beenden. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird am 6. bzw. 20. September gewählt.
Die BSW forderte die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei offenen TV-Duellen im Vorfeld der Wahlen heraus. Als Veranstaltungsorte für die Debatten sind Magdeburg und Schwerin vorgesehen, wo die Partei ihre Wahlkampfveranstaltungen ausrichten will. Ein vorgeschlagenes Format sieht ein direktes Aufeinandertreffen zwischen Weidel und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht auf einem zentralen Platz in Ostdeutschland vor.
Wagenknecht kritisierte die öffentlich-rechtlichen Sender dafür, ihrer Partei kaum Sendezeit einzuräumen. Sie argumentierte, sowohl die BSW als auch die AfD würden von den etablierten Medien unfair behandelt – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Zudem setzte sich die Partei für parteilose Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ein.
Die BSW präzisierte ihre Haltung zur Zusammenarbeit mit der AfD: Eine formelle Koalition wurde ausgeschlossen, doch soll die Partei bei parlamentarischen Entscheidungen einbezogen werden, sofern mit ihrer Unterstützung Mehrheiten gesichert werden können.
Sollten die Debatten stattfinden, wären sie ein seltener direkter Austausch zwischen den beiden Parteien. Die Vorstöße der BSW deuten auf eine veränderte Herangehensweise im Umgang mit der AfD hin, ohne jedoch eine vollständige Partnerschaft einzugehen. Die Wahlen im September werden zeigen, welche politischen Auswirkungen diese Schritte haben.
