27 April 2026, 08:17

BMW startet Pilotwerk für Batteriezellen in Parsdorf – Schritt zur Unabhängigkeit von China

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, mit dem Hinweis auf die gestiegene installierte Kapazität von BMW.

BMW startet Pilotwerk für Batteriezellen in Parsdorf – Schritt zur Unabhängigkeit von China

BMW eröffnet Pilotwerk für Batteriezellenproduktion in Parsdorf

BMW hat in Parsdorf ein neues Pilotwerk für die Batteriezellenfertigung eröffnet. Die Anlage spielt eine zentrale Rolle in der Strategie des Konzerns, regionale Lieferketten aufzubauen und die Abhängigkeit von China zu verringern. Zudem sollen hier zukunftsweisende Technologien wie Festkörperbatterien erprobt werden.

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Das 15.000 Quadratmeter große Werk beschäftigt 80 Mitarbeiter und konzentriert sich auf die Entwicklung und Optimierung der Batteriezellenproduktion. Eng verzahnt mit dem Battery Cell Competence Centre (BCCC) in München wird BMW dort neue Zelldesigns entwickeln und testen, bevor sie an Zulieferer für die Serienfertigung übergeben werden.

Am Standort werden zylindrische Zellen hergestellt – ähnlich denen, die in den ab 2025 geplanten Elektrofahrzeugen der Neuen Klasse zum Einsatz kommen. Neben der Produktion geht es darum, die Fertigung zu standardisieren, die Leistung zu steigern und die Kosten zu senken, während gleichzeitig strengere Umwelt- und Regulierungsvorgaben erfüllt werden.

BMW hat Partnerschaften mit CATL, Samsung SDI und Northvolt in Europa sowie mit AESC in den USA geschlossen, um die Beschaffung von Batteriezellen auszuweiten. Dieser Schritt untermauert den "local-for-local"-Ansatz des Unternehmens, der sicherstellt, dass die Produktion nah an den wichtigsten Absatzmärkten bleibt. Das Projekt wurde mit 170 Millionen Euro vom Bund, der bayerischen Landesregierung und der EU gefördert.

Durch die Kombination von Ingenieurswissen, Lieferkettenmanagement und Fertigungsexpertise will BMW die Batterieproduktion effizient hochfahren. Das Werk soll zudem helfen, technologische und regulatorische Veränderungen zu bewältigen und so den globalen Betrieb des Konzerns reibungsloser zu gestalten.

Die Anlage in Parsdorf stärkt BMWs Bestrebungen, regionale Batterielieferketten aufzubauen und die Abhängigkeit von Übersee-Produktionen zu reduzieren. Gleichzeitig beschleunigt sie die Erprobung von Batterietechnologien der nächsten Generation, darunter Festkörperzellen. Die Arbeit des Werks wird voraussichtlich die Markteinführung der Elektrofahrzeuge der Neuen Klasse ab 2025 unterstützen.

Quelle