25 April 2026, 20:18

Berliner Protestbündnis startet Kampagne gegen rechtsextreme Plattform Nius

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Berliner Protestbündnis startet Kampagne gegen rechtsextreme Plattform Nius

In Berlin hat sich ein neues Protestbündnis formiert, um gegen Nius vorzugehen – eine rechtsextreme Propaganda-Plattform, die vom Multimillionär Frank Gotthardt unterstützt wird. Am Sonntag versammelten sich etwa 250 Aktivistinnen und Aktivisten in der Nähe des Dragonerareal-Geländes in Kreuzberg, um die Kampagne zu starten. Ziel ist es, der spaltenden Rhetorik und den aggressiven Methoden des Mediums entgegenzutreten.

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Die unter dem Motto "Nein zu Nius" stehende Veranstaltung verlief ohne größere Zwischenfälle, obwohl die Organisatorinnen und Organisatoren mit möglichen Auseinandersetzungen gerechnet hatten. Einige befürchteten, dass Mitarbeiter oder Anhänger von Nius auftauchen könnten, um gezielt Provokationen herbeizuführen. Rednerinnen und Redner auf der Kundgebung brandmarkten die Plattform als "digitale Pranger" und warfen ihr vor, Klischees zu verbreiten und Hass gegen marginalisierte Gruppen zu schüren.

Nius, geleitet vom Chefredakteur Julian Reichelt, inszeniert sich als Brandbeschleuniger für rechtsextreme Diskurse. Trotz seiner begrenzten Reichweite – die Plattform schafft es nicht einmal in die Top 100 der deutschen Onlinemedien – haben seine Kampagnen bereits zu massiven Hasswellen gegen Betroffene geführt, darunter üble Beleidigungen, Vergewaltigungs- und Todesdrohungen. Zudem verbuchte Nius im Jahr 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro.

Als Reaktion darauf haben die Aktivistinnen und Aktivisten weitere Aktionen angekündigt, darunter eine Kundgebung vor den Nius-Büros in der Ritterstraße in Kreuzberg. Die Plattform selbst bewirbt unterdessen die Proteste, stellt die Gegenseite jedoch als eine von Steuergeldern finanzierte, linke Initiative dar – eine Darstellung, die die Organisatorinnen und Organisatoren entschieden zurückweisen.

Das Protestbündnis will den Druck auf Nius aufrechterhalten und dessen Rolle bei der Verstärkung extremistischer Rhetorik öffentlich machen. Trotz finanzieller Schwierigkeiten bleibt der Einfluss der Plattform dank Gotthardts finanzieller Unterstützung und Verbindungen zur CDU-Führung bestehen. Mit weiteren Demonstrationen ist zu rechnen, während die Aktivistinnen und Aktivisten gegen die spaltenden Methoden von Nius mobilmachen.

Quelle