BBC löscht "The Repair Shop"-Folge wegen altem Monkhouse-Witz – und erntet Shitstorm
Emma HerrmannBBC löscht "The Repair Shop"-Folge wegen altem Monkhouse-Witz – und erntet Shitstorm
Die BBC hat eine Folge von "The Repair Shop" nach einer Beschwerde über einen Jahrzehnte alten Witz aus den handschriftlichen Archiven von Bob Monkhouse entfernt. Die Entscheidung löste eine breite Welle der Empörung aus – Kritiker werfen dem Sender Zensur und geschichtliche Tilgung vor. Der Beitrag sollte eigentlich eine Hommage an den verstorbenen Komiker sein, dessen Witzesammlungen erst kürzlich wiederaufgetaucht waren, nachdem sie 1995 verschwunden waren.
Der Streit begann, als ein Mitarbeiter der Produktionsfirma Ricochet, die hinter "The Repair Shop" steht, einen Witz aus Monkhouses Archiven als sexistisch meldete. Der in den 1960er-Jahren verfasste Scherz fand sich in einem seiner beiden "Running-Files"-Bände – tausende Seiten voller Witze, Karikaturen und Skizzen. Monkhouse hatte von den frühen 1960er-Jahren bis zu seinem Tod 2003 an diesen Büchern gearbeitet und sie stets dabei, um neues Material einzutragen.
Die Bücher verschwanden 1995 spurlos, woraufhin Monkhouse eine Belohnung für ihre Rückgabe aussetzte. Jahre später wurden sie unter dem Schreibtisch seines Freundes Colin Edmond gefunden, der sie nach Monkhouses Tod aufbewahrt hatte. Nach der Beschwerde entschied die BBC-Führung schließlich, den gesamten Abschnitt mit den Witzesammlungen zu streichen.
Seit der Bekanntgabe ist die öffentliche Reaktion überwiegend negativ. Britische Medien wie der "Daily Mail" und "The Telegraph" kritisierten den Schritt als "überzogene woke-Kultur", während Nutzer in sozialen Medien – vor allem auf X (ehemals Twitter) – unter dem Hashtag #BringBackMonkhouse die Entscheidung verurteilten. Über 50.000 Beiträge brandmarkten den Schritt als Angriff auf die Comedy-Geschichte.
Die Streichung der "Repair Shop"-Folge durch die BBC hat Vorwürfe einer übertrieben harten Zensur ausgelöst. Monkhouses Witzesammlungen, ein geschätzter Teil seines Erbes, sollten in diesem Jahr eigentlich als Ehrung präsentiert werden. Die Kontroverse zeigt, wie umstritten der Umgang mit historischem Material im modernen Rundfunk ist.






