Bayerns Wirtschaft und Banken vereinen Kräfte gegen Lockdown-Folgen für Unternehmen
Emma HerrmannBayerns Wirtschaft und Banken vereinen Kräfte gegen Lockdown-Folgen für Unternehmen
Bayerische Spitzenverbände aus Wirtschaft und Bankensektor bündeln Kräfte, um von Teil-Lockdown betroffene Unternehmen zu unterstützen
Die führenden Wirtschafts- und Bankenverbände Bayerns haben sich zusammengeschlossen, um Unternehmen und Solo-Selbstständige zu entlasten, die unter den Folgen des teilweisen Lockdowns leiden. Wie sie bekanntgaben, sollen Überbrückungskredite für betroffene Betriebe und Freiberufler bereitgestellt werden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Verzögerungen bei der Auszahlung der Corona-Hilfen viele Unternehmen in Liquiditätsengpässe stürzen.
Die Bayerische Industrie- und Handelskammer, der Bayerische Handwerkstag sowie weitere zentrale Verbände veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung. Zu den Unterzeichnern zählen die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), der Bayerische Bankenverband, der Bayerische Sparkassen- und Giroverband, der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) sowie die Steuerberaterkammern München und Nürnberg.
Die Verbände fordern steuerliche Entlastungen, um die finanzielle Belastung zu mildern. Zu ihren Vorschlägen gehören die Verlängerung der Verlustrücktragsmöglichkeit auf drei Jahre sowie eine Anhebung der abziehbaren Beträge. Zudem riefen sie Unternehmen dazu auf, sich unverzüglich an ihre Hausbank zu wenden, um Zwischenfinanzierungen zu besprechen.
Technische Probleme mit der Software, noch nicht abgeschlossene Verfahren und ausstehende EU-Genehmigungen haben die Auszahlung der zugesagten Hilfen verzögert. Selbst bei Abschlagszahlungen können die vollen Fördergelder noch Wochen auf sich warten lassen. Banken können hier helfen, indem sie Dispositionskredite verlängern oder kurzfristige Kredite zur Überbrückung von Liquiditätslücken anbieten.
Ziel der Initiative ist es, einen wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern, indem betroffenen Unternehmen finanzielle Brücken gebaut werden. Die Verbände betonen, dass schnelles Handeln nötig sei, um Betriebe über Wasser zu halten, bis die staatlichen Hilfen ankommen. Die gemeinsame Aktion unterstreicht die Dringlichkeit, die Verzögerungen bei der Auszahlung der Mittel zu beheben.
