25 March 2026, 14:18

Bayern revolutioniert Energiewende mit 11-Punkte-Plan gegen Bürokratie und für Turbo-Netzausbau

Eine Liniengrafik zeigt die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland mit begleitendem erklärendem Text.

Bayern revolutioniert Energiewende mit 11-Punkte-Plan gegen Bürokratie und für Turbo-Netzausbau

Bayern beschleunigt Energiewende: 11-Punkte-Plan gegen Bürokratie und für schnellen Netzausbau

Bayern geht mit mutigen Schritten voran, um den Ausbau der Energieinfrastruktur zu beschleunigen. Auf einem kürzlichen Gipfel präsentierten Verantwortliche einen 11-Punkte-Plan, der bürokratische Hürden abbauen und den Netzausbau im Eiltempo vorantreiben soll. Gleichzeitig verbündete sich der Freistaat mit Niedersachsen, um auf Bundesebene Änderungen bei den Regelungen für Batteriespeicher durchzusetzen.

Die Initiativen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mit einer Flut von Netzanfragen konfrontiert ist – die die tatsächlichen kurzfristigen Bedürfnisse bei Weitem übersteigen. Gleichzeitig bleiben Gaskraftwerke, idealerweise wasserstofffähig, ein zentraler Partner, um die Stabilität der erneuerbaren Energien zu sichern.

Am Mittwoch richtete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den "Bayerischen Netzgipfel" aus, um Verzögerungen bei Energieprojekten zu bekämpfen. Der neue 11-Punkte-Plan des Landes sieht unter anderem den Verzicht auf herkömmliche Planfeststellungsverfahren und eine Beschleunigung von Artenschutzprüfungen vor. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) kritisierte das aktuelle "First come, first served"-Prinzip bei Netzanschlüssen als ineffizient.

Künftig will Bayern große Energieverbraucher wie Rechenzentren priorisieren, um ihnen schnelleren Netzzugang zu ermöglichen. Zudem reichte der Freistaat gemeinsam mit Niedersachsen einen gemeinsamen Antrag beim Bundesrat ein, der Batteriespeicher von strengen KraftNAV-Vorgaben befreien soll. Der Vorstoß fand in der Länderkammer breite Unterstützung.

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Während die tatsächlich verfügbare Batteriespeicherkapazität in Bayern unklar bleibt, läuft seit Oktober 2025 der Bau eines großen Projekts: RWE errichtet in Gundremmingen eine Anlage mit 400 Megawatt Leistung und 700 Megawattstunden Kapazität. Zudem wurde im Dezember 2025 ein "Tolling"-Vertrag für einen weiteren Großspeicher unterzeichnet, dessen Kapazität jedoch nicht bekannt gegeben wurde.

Der Bundesrat wird am 26. September erneut zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zu beraten. Gaskraftwerke – insbesondere solche, die mit Wasserstoff betrieben werden können – gelten weiterhin als unverzichtbar, um Schwankungen bei den erneuerbaren Energien auszugleichen. Aktuell staut sich ein Netzanfragevolumen von 500 Gigawatt, das den unmittelbaren Bedarf bei Weitem übersteigt.

Bayerns Vorstoß für schnelleren Netzausbau und Reformen bei Batteriespeichern zielt darauf ab, Engpässe in der deutschen Energiewende zu entschärfen. Die Unterstützung des Bundesrats für regulatorische Änderungen deutet auf wachsenden Reformwillen hin. Mit bereits laufenden Großprojekten positioniert sich der Freistaat, um die steigende Nachfrage zu bewältigen – während Gaskraftwerke als wichtige Reserve für die erneuerbaren Energien erhalten bleiben.

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