Bayern lockert Regeln für Freiflächen-Solaranlagen und beschleunigt Energiewende
Johanna SchwarzBayern lockert Regeln für Freiflächen-Solaranlagen und beschleunigt Energiewende
Bayern vereinfacht Regeln für Freiflächen-Solaranlagen und beschleunigt Ausbau der Erneuerbaren
Bayern hat die Vorschriften für Freiflächen-Photovoltaikanlagen gelockert, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erleichtern. Die neuen Regelungen senken die Ausgleichsanforderungen für Projektierer – abhängig von Größe und Gestaltung der Anlagen. Die Änderung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Region die rasante Zunahme der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland anführt.
Nach den aktualisierten Bestimmungen gelten für zwei Arten von Freiflächen-Solaranlagen nun unterschiedliche Ausgleichsauflagen. Anlagen der ersten Kategorie, die nicht mehr als 25 Hektar umfassen und weniger als 2,5 Prozent der Fläche versiegeln, benötigen keine ökologischen Ausgleichsmaßnahmen mehr. Bisher mussten Entwickler Ersatzflächen außerhalb der Solarparks schaffen – ein Verfahren, das sowohl den Aufwand als auch die Kosten erhöhte.
Für die zweite Kategorie bleibt zwar eine Ausgleichsquote von 10 Prozent bestehen, diese kann jedoch nun entweder zwischen den Modulreihen oder direkt angrenzend umgesetzt werden – statt wie bisher auf separaten Flächen. Das bayerische Kabinett hat diese Anpassungen in überarbeiteten Bauleitplanungsverordnungen festgeschrieben, die zudem die Standortklassifizierung und Installationskriterien präzisieren.
Ziel der Reform ist es, Genehmigungsverfahren für Solarparks zu beschleunigen, ohne Umweltstandards zu senken. Bayern trägt derzeit den größten Anteil am Photovoltaik-Ausbau in Deutschland, wobei Freiflächenanlagen eine zentrale Rolle bei der Erfüllung der Klimaziele spielen.
Die neuen Regeln erleichtern insbesondere den Bau kleinerer, flächen schonender Solarparks. Größere Projekte müssen zwar weiterhin Ausgleichsmaßnahmen erfüllen, profitieren aber von mehr Flexibilität bei der Umsetzung. Die Änderungen sollen den Solarenergie-Ausbau in der Region weiter vorantreiben – im Einklang mit ökologischen Belangen.






