03 April 2026, 04:17

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampfinstrument vor der Abstimmung

Ein schildförmiges Polizeibadgebnis mit der Aufschrift 'Polizei Berlin' auf blauem Hintergrund, weißem Rand, zentralem weißen Stern und schwarzer fetter Schrift, das auf einer Oberfläche liegt.

AfD nutzt Berliner Messerangriffe als Wahlkampfinstrument vor der Abstimmung

Messattacken in Berlin sind zum zentralen Wahlkampfthema geworden – nur wenige Wochen vor der Abstimmung in der Hauptstadt. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) fordert mehr Transparenz und wirft der aktuellen Regierung vor, wichtige Details zu Gewaltverbrechen zu verschleiern. Im Rahmen ihrer Kampagne hat die Partei ein digitales Tool vorgestellt, das Vorfälle in ganz Berlin erfasst.

Laut Polizeistatistiken gab es 2024 insgesamt 3.412 Messerangriffe in der Stadt – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die AfD argumentiert jedoch, dass die offiziellen Zahlen das wahre Ausmaß des Problems nicht widerspiegeln. Eine eigene Auswertung der Partei vergleicht polizeiliche Einsätze mit erfassten Straftaten und verweist auf eine ihrer Meinung nach "erhebliche Diskrepanz".

Die AfD hat eine Online-"Messer-App" gestartet, die Tatorte kartiert und Verletzungen auflistet. Zudem fordert sie die Veröffentlichung der Nationalitäten von Tatverdächtigen – eine Information, die Berlin im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern nicht preisgibt. Die Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker (AfD) warf der regierenden Koalition vor, Daten bewusst zurückzuhalten, um sich der öffentlichen Prüfung zu entziehen.

Parallel zu den Messerattacken hat auch die Schusswaffenkriminalität zugenommen: Allein 2025 stieg die Zahl der Waffendelikte um 68 Prozent. Die Linke kritisierte unterdessen den Kurs der AfD scharf und warf der Partei vor, sie "schüre gezielt Ängste" und "hetze gegen Migranten". Umfassende Verurteilungsstatistiken zu Messerangriffen für das Jahr 2024 liegen zwar nicht öffentlich vor, doch einzelne Fälle – wie die Verurteilung eines Angreifers am Holocaust-Mahnmal 2025 – wurden bekannt.

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Der Vorstoß der AfD für mehr Transparenz erfolgt zu einer Zeit, in der sowohl Messer- als auch Schusswaffengewalt in Berlin zunehmen. Mit ihrem digitalen Tool und der Forderung nach Daten zu Tatverdächtigen setzt die Partei die Koalition unter Druck, weitere Informationen offenzulegen. Die Debatte dreht sich nun darum, ob solche Maßnahmen die Gewalt eindämmen – oder die gesellschaftlichen Spannungen weiter verschärfen werden.

Quelle