15 May 2026, 12:36

AfD mit gemischten Kommunalwahlergebnissen trotz bundesweiter Umfrageführerschaft

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock, auf einem Papier mit deutschem Text und Zahlen, die eine Niederlage angeben.

AfD mit gemischten Kommunalwahlergebnissen trotz bundesweiter Umfrageführerschaft

Die rechtspopulistische AfD hat in diesem Jahr bei Kommunalwahlen in Deutschland gemischte Ergebnisse erzielt – trotz starker Umfragewerte auf Bundesebene. Zwar konnte die Partei nur zwei von 28 Wahlen in Ostdeutschland für sich entscheiden, führt aber weiterhin in regionalen Umfragen. Die aktuelle politische Debatte dreht sich nun darum, wie die etablierten Parteien auf ihren wachsenden Einfluss reagieren sollten.

Die AfD feierte Siege in zwei ostdeutschen Kommunen: André Barth wurde zum Bürgermeister in Altenberg (Sachsen) gewählt, während René Stadtkewitz in Zehdenick (Brandenburg) die Wahl gewann. Ansonsten schnitt die Partei jedoch enttäuschend ab und verlor 26 der 28 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, an denen sie teilgenommen hatte.

Im Landkreis Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch. Dörk lehnte es ab, sich an Diskussionen über eine sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD zu beteiligen, und bezeichnete solche Debatten als Ablenkung. Teichner, der als Landtagsabgeordneter kandidierte, hatte im Wahlkampf mit einem bürgerlichen Image gepunktet – unter anderem, indem er am Klavier Lieder des linksextremen Liedermachers Hannes Wader spielte.

Auf Bundesebene liegt die AfD in Umfragen derzeit zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union. Studien zeigen jedoch, dass nur ein kleiner Teil ehemaliger CDU/CSU-Wähler zur AfD gewechselt ist. Ein größerer Anteil scheint sich stattdessen linken Parteien zuzuwenden oder gar nicht mehr zur Wahl zu gehen. Besonders stark bleibt die AfD in den ostdeutschen Bundesländern: In Sachsen-Anhalt kommt sie auf 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 36 Prozent.

Die jüngste Folge des wöchentlichen Politik-Podcasts Bundestalk analysiert Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Die Sendung ist auf der Website des Podcasts sowie auf Spotify, Deezer und iTunes verfügbar.

Während die AfD bei Kommunalwahlen nur begrenzt erfolgreich war, bleibt sie in bundesweiten Umfragen stark. Die etablierten Parteien überprüfen nun ihre Taktik, da die Partei in den ostdeutschen Regionen weiterhin dominiert. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Wandlungen in der Wählergunst weiter auf die politische Landschaft Deutschlands auswirken.

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