2025 markiert das Ende des klassischen Fernsehens wie wir es kannten
Das Fernsehverhalten ändert sich 2025 rasant
Die Art und Weise, wie Menschen Fernsehen konsumieren, verändert sich im Jahr 2025 dramatisch. Der klassische TV-Konsum geht vor allem bei jüngeren Zuschauern stark zurück, während Streamingdienste weiter wachsen. Auch die Werbebranche passt sich an: Digitalkonzerne verzeichnen deutliche Zuwächse, während die Werbeeinnahmen des traditionellen Fernsehens einbrechen.
Im August 2025 sank der gemeinsame Marktanteil der acht größten deutschen Sender erstmals unter 50 Prozent. Das ZDF kam auf einen Zuschaueranteil von 14,9 Prozent, während die RTL Group in der ersten Jahreshälfte 21,5 Prozent erreichte. Gleichzeitig ist die tägliche Sehdauer bei linearem Fernsehen seit 2020 um fast 45 Minuten gesunken.
Streamingdienste sind für viele inzwischen die erste Wahl. Über die Hälfte der Deutschen glaubt, dass Streaming das klassische Fernsehen bald überholen wird. Die Zahl der bezahlten Abonnements soll in diesem Jahr auf 23,2 Millionen steigen, wobei 41 Prozent der Nutzer auf gebündelte Angebote setzen. Die monatlichen Ausgaben für Streaming liegen mittlerweile bei durchschnittlich 30 Euro.
Auch Werbetreibende folgen diesem Trend. Die TV-Werbeeinnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent – eine Erholung ist nicht in Sicht. Dagegen verzeichneten Alphabet, Amazon und Meta im zweiten Quartal 2025 ein kräftiges Wachstum bei ihren Werbeeinnahmen. Kostenlose, werbefinanzierte Streamingdienste (FAST), werbefinanziertes Video-on-Demand (AVoD) und Connected TV (CTV) gewinnen als Alternativen an Bedeutung.
Die Sender reagieren auf die Veränderungen. Das ZDF startete seine Mediathek im März 2025 unter dem neuen Namen ZDF für alle neu, während immer mehr Streaminganbieter Kooperationen eingehen, um mit globalen Plattformen mitzuhalten. Auch Broadcast-Video-on-Demand (BVoD) wird ausgebaut – Serien und Shows erscheinen oft zuerst oder sogar exklusiv auf Streamingdiensten. Traditionelle Empfangswege wie Kabel und Satellit verlieren an Bedeutung und werden nur noch von 28 bzw. 30 Prozent der Haushalte genutzt.
Der Niedergang des klassischen Fernsehens ist unübersehbar, besonders in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen. Mit steigenden Streaming-Abonnements und der Verlagerung der Werbeausgaben ins Digitale entfernt sich die Branche zunehmend von den alten Geschäftsmodellen. Die Entwicklung deutet auf weitere Veränderungen hin, da Zuschauer und Werbetreibende zunehmend auf neue Plattformen setzen.






