11 May 2026, 08:15

16-Jähriger bricht 39 Jahre alten Torrekord – Herthas emotionaler Abend

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes, der auf einem Rasenfussballfeld sitzt und ein T-Shirt und eine Kette trägt, mit zwei Personen dahinter.

16-Jähriger bricht 39 Jahre alten Torrekord – Herthas emotionaler Abend

Hertha BSC sichert sich dramatischen 2:1-Sieg gegen Greuther Fürth – doch das Spiel geht wegen eines historischen Moments in die Geschichte ein

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Mit nur 16 Jahren, 9 Monaten und 13 Tagen wurde Kennet Eichhorn zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der 2. Bundesliga – sein Rekordtreffer überschatte ein spannungsgeladenes Spiel, das Hertha BSC fast eine Stunde in Unterzahl bestreiten musste.

Die Partie nahm für die Berliner früh eine schwierige Wendung. Josip Brekalo sah in der 32. Minute die Rote Karte, sodass das Team den Rest der Begegnung mit zehn Mann spielen musste. Trotz des Rückschlags übernahmen die Gastgeber durch Kennet Eichhorn die Führung, der mit einem präzisen Abschluss das entscheidende Tor erzielte. Sein Treffer brach einen 39 Jahre alten Rekord – Gunther Reeg hatte den Bestwert 1985 aufgestellt, Eichhorn unterbot ihn um 52 Tage.

Michael Cuisance erhöhte später auf 2:0, doch Greuther Fürth gab nicht auf: Noel Futkeu gelang in der 88. Minute noch der Anschlusstreffer, doch die Niederlage war nicht mehr abzuwenden. Nach dem Spiel taufte Mannschaftskollege Fabian Reese Eichhorn wegen seiner blitzschnellen Finten und Ballbeherrschung scherzhaft zum „König der Finten“.

Das Spiel markierte zudem den emotionalen Abschied von Toni Leistner, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Die Fans zeigten Banner, skandierten seinen Namen und würdigten ihn damit für seine Leistungen. Obwohl seine aktive Zeit bei Hertha BSC damit endet, deutete der Club an, dass er künftig in einer anderen Rolle bleiben könnte.

Abseits des Platzes steht Hertha BSC vor tiefgreifenden Veränderungen: Der Verein kündigte an, den Kader im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung zu verkleinern.

Eichhorns Rekordtor bleibt zweifellos ein Saisonhighlight für die Berliner. Nun steht für den Club eine Übergangsphase bevor – mit Kaderveränderungen und möglichen neuen Aufgaben für abwandernde Spieler. Leistners Abschied hingegen bedeutet das Ende einer Ära, auch wenn seine zukünftige Verbindung zum Verein noch offen ist.

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